KÜNSTLERPORTRÄT · VERBORGENE HORIZONTE
RICHARD ARTMANN
Zwischen Handwerk, Experiment und Stimmung
Malerei entsteht für Richard Artmann dort, wo Wahrnehmung, Erinnerung und Material aufeinandertreffen. Seine Arbeiten halten keinen Augenblick fest – sie lassen ihn weiterwirken.


Vom Glas zur freien Kunst
Richard Artmann, geboren 1959, begann seinen künstlerischen Weg mit einer Ausbildung zum Glasmaler und Glasgestalter am staatlichen Berufsbildungszentrum für Glas in Zwiesel.
Die Nähe zu Material, Farbe und handwerklicher Arbeit begleitet ihn bis heute. Seit 2003 betreibt er neben seinem Atelier eine eigene Galerie in Altrandsberg, in der er seine Arbeiten dauerhaft zeigt und sein Werk kontinuierlich weiterentwickelt.
„Mein Kunstschaffen sehe ich vorwiegend als Handwerk – und umgekehrt.“

sun-kissed
Acryl auf Leinwand

Trio
Acryl auf Leinwand

Bühnen-Licht
Acryl auf Leinwand
Kunst aus dem Augenblick
Ein Motiv muss für Richard Artmann nicht spektakulär sein. Eine Sommerwiese nach einem Gewitter, die Struktur einer Holztafel oder ein Jazzmusiker, der vollkommen in seinem Spiel versunken ist, können Ausgangspunkt einer Arbeit werden.
Entscheidend ist nicht die möglichst genaue Wiedergabe. Ihn interessieren die Stimmungen, die ein Augenblick hinterlässt – und das, was sich verändert, sobald Erinnerung und persönliche Wahrnehmung hinzukommen.

„Einen Moment festhalten – obwohl er sich längst verändert.“
Diese Spannung zwischen Erinnerung und Veränderung zieht sich durch Richard Artmanns Arbeiten.
Zwischen Garten und Klang
Mit „Fenster zum Garten“ und „Klangfarben“ benennt Artmann selbst zwei zentrale Themen seines Schaffens.

Fenster zum Garten
Farbe, Pflanzen, Licht und atmosphärische Verdichtung bestimmen einen Teil seiner Arbeiten. Natur erscheint nicht als botanische Wiedergabe, sondern als erlebter Raum aus Farbe, Struktur und Bewegung.

Klangfarben
Musik wird bei Richard Artmann sichtbar. Figuren, Instrumente, Licht und Farbe verschmelzen zu Bildern, die eher eine Atmosphäre vermitteln als einen einzelnen Augenblick dokumentieren.

Das Experiment bleibt
Richard Artmann möchte sich bewusst nicht auf eine bestimmte Technik oder Ausdrucksform festlegen. Schon früh begann er mit den Materialien zu experimentieren, die gerade verfügbar waren.
Daran hat sich im Grunde nichts geändert. Zeichnung, Acryl, Tusche, Aquarell, Leinwand und Holz werden nicht zum Selbstzweck. Sie sind Werkzeuge, um einer Stimmung eine Form zu geben.
Stationen
1959
Geboren
Zwiesel
Ausbildung zum Glasmaler und Glasgestalter
seit 2003
Eigenes Kunstatelier und Galerie in Altrandsberg
Kunstszene
Mitgliedschaften in Straubing, Deggendorf und Regensburg
RICHARD ARTMANN
Farbe muss nicht erklären. Manchmal genügt es, wenn sie etwas in Bewegung setzt.
Kunstatelier & Galerie Artmann · Altrandsberg

