Diesen Monat im Portrait
Dezember 2025
Maler & Musiker – die Kunst, Klang und Form zu verbinden
Michael Fleckenstein vereint zwei Welten: Musik und Malerei. Aus seiner langjährigen Erfahrung als Musiker schöpft er ein feines Gespür für Rhythmus, Spannung und Komposition – Elemente, die sich auch in seinen Bildern wiederfinden.
Seine neue Leidenschaft gilt der modernen Architektur, die er in malerisch-abstrakte Formensprache übersetzt. Klare Linien, Strukturen und Flächen verschmelzen mit spontanen Farbverläufen und emotionalen Akzenten. So entstehen Werke, die nicht nur Räume, sondern auch Empfindungen erfassen – zwischen Ordnung und Intuition, Konstruktion und Ausdruck.
Jedes Bild ist eine Einladung, Architektur neu zu sehen: nicht als Bauwerk, sondern als lebendige Komposition aus Licht, Form und Bewegung.

Michael Fleckenstein
Wer ist dieser Michael Fleckenstein?
Geboren 1953 in München
Michael Fleckenstein, geboren im Jahr 1953 in München, ist ein vielseitig talentierter Künstler, der sein Leben der kreativen Erkundung und dem ständigen Experimentieren widmet. Seit sechs Jahren genießt er seinen Ruhestand in Vilshofen, nachdem er beruflich in der Metallbranche, genauer im Sondermaschinenbau, tätig war.
Künstlerische Leidenschaft und Vielfalt
Seine Leidenschaft, alles Mögliche auszuprobieren, hat ihn zu einem wahrhaft autodidaktischen Künstler gemacht. Michael beschäftigt sich mit einer beeindruckenden Bandbreite an künstlerischen Disziplinen, darunter Bildhauerei, Schreinerei, Zeichnen (mit Bleistift) sowie Malerei mit Öl und Acryl. Sein kreativer Prozess wird stets von Neugierde und dem Wunsch nach Experimenten angetrieben.
Ausstellungen und Engagement
Michael Fleckenstein hat seine Werke in verschiedenen Ausstellungen präsentiert, darunter in München, Olching, Vilshofen, Aidenbach und Viechtach. Diese Ausstellungen haben ihm die Möglichkeit gegeben, seine künstlerischen Visionen mit einem breiten Publikum zu teilen und Anerkennung für seine vielseitigen Talente zu erhalten.
Arbeitsweise und Philosophie
Als autodidaktischer Künstler steht für Michael das Experiment immer im Vordergrund. Er scheut sich nicht davor, neue Techniken und Materialien auszuprobieren, um seine künstlerischen Fähigkeiten kontinuierlich zu erweitern und zu verfeinern. Diese unerschrockene Herangehensweise ermöglicht es ihm, einzigartige und ausdrucksstarke Werke zu schaffen, die seine kreative Reise widerspiegeln.
Michael Fleckenstein bleibt eine inspirierende Figur in der Kunstszene, deren Werke und künstlerische Experimentierfreude die Betrachter immer wieder aufs Neue faszinieren und begeistern.

Turm zu Babel vs. Burj Khalifa
Michael Fleckenstein – Architektur neu gesehen
Michael Fleckenstein verwandelt Architektur in Malerei. Er löst ikonische Bauwerke aus ihrem realen Kontext, zerlegt sie in Flächen, Linien und Formen und setzt sie neu zusammen. So entstehen dynamische Kompositionen, in denen Strukturen zu Emotion, Raum zu Bewegung und Architektur zu Kunst wird. Seine Werke eröffnen einen neuen Blick auf das Verhältnis von Form, Licht und Wahrnehmung.

National Museum of Qatar
Dieses Gemälde interpretiert das National Museum of Qatar auf eindrucksvolle Weise neu. Inspiriert von der einzigartigen Architektur Jean Nouvels, die an die Form einer Wüstenrose erinnert, verwandelt das Bild die ineinander verschachtelten Scheiben des Bauwerks in eine dynamische, fast futuristische Komposition. Durch das Spiel von Licht, Schatten und Perspektive entsteht ein Sinnbild für kulturelle Identität, Wandel und moderne Vision.

Haus der Meditation
Dieses Diptychon interpretiert ein ikonisches Bauwerk der modernen Architektur – ein Symbol für Stille, Bewegung und Raum. Die geschwungene Form und das kontrastreiche Spiel von Fläche und Tiefe verleihen dem Motiv eine poetische Leichtigkeit. Zwischen Abstraktion und Struktur entfaltet sich eine visuelle Meditation über Balance, Form und das Verhältnis von Mensch und Architektur.

Konzertkirche in Island
Die Harpa Concert Hall in Reykjavík begeistert als Architektur- und Kulturikone Islands. Mit einer gläsernen, kristallartigen Fassade von Olafur Eliasson und maßgeschneiderten Konzertsälen — darunter der größte Saal „Eldborg“ für rund 1.800 Gäste — schafft sie eine Atmosphäre, in der Natur, Licht und Klang verschmelzen.

Konzertsaal beim Marstall in München
Der Konzertsaal beim Marstall in München verbindet historische Architektur mit moderner Kultur. Ursprünglich als königlicher Marstall erbaut, wurde das Gebäude für Theater- und Konzertnutzungen neu gedacht. Wettbewerbsentwürfe sahen einen flexiblen Konzertsaal für bis zu 1.800 Besucher vor – ein Ort, der Tradition und zeitgenössische Akustik vereinen sollte. Heute dient der Marstall als kreative Bühne des Residenztheaters und bleibt ein Symbol für Münchens kulturelle Weiterentwicklung.
Interview mit Michael Fleckenstein
„Woher nimmst du deine Ideen?“
Frage: Viele Menschen fragen dich, woher du deine Ideen nimmst. Was inspiriert dich?
Michael Fleckenstein:
Es ist meine fortwährende Neugier auf alles, was mich umgibt. Ich liebe es zu experimentieren und mich mit Geschichte, Kunst, Kultur, Handwerk, Technik und Reisen zu beschäftigen. Menschen jeden Alters, ihre Lebensweise und ihre Zeit faszinieren mich. Ich stelle gern Dinge infrage: Muss das so bleiben, oder kann man es verändern? Gerade beim Malen interessiert mich die Geschichte hinter den Objekten – die Menschen, ihre Geschichten, ihre Epochen. Dadurch entsteht ein Spiegelbild der Gesellschaft. Historisches ist für mich ebenso spannend wie die Möglichkeiten der Zukunft.
Frage: Wie hat sich dein Weg als Künstler entwickelt?
Michael Fleckenstein:
Meine erste Ausstellung fand in meiner Firma (ELASTOGRAN/BASF) statt. 2018 nahm ich als Gast an der Vilshofener Neuen Gruppe teil – damals stand der alpine Teil meines Lebens im Mittelpunkt. 2020 zeigte ich gemeinsam mit Ilona und Steffie die Ausstellung Reisezeit–Zeitreise. 2023 folgten Arbeiten, die stark von meinen Reise- und Urlaubseindrücken geprägt sind – viele entstanden direkt vor Ort.
Frage: Wie hast du die Zeit der Pandemie erlebt?
Michael Fleckenstein:
Zwischen 2021 und 2023 war es wegen der Corona-Einschränkungen schwierig, größere Projekte zu starten. Ich konzentrierte mich auf das Internet, auf Porträtmalerei und auf das Studium bekannter Künstlerinnen und Künstler – aber auch auf eigene Kreationen. In dieser Zeit entstand die Ausstellung Herbst-Rendezvous in Vilshofen, mit Bildern, die ausschließlich in diesen Jahren geschaffen wurden.
Frage: Und was kam danach?
Michael Fleckenstein:
Nach der Ausstellung kam erst einmal ein kreatives Loch. Ich fragte mich: Was reizt mich wirklich? Nach einigen Wochen wurde klar – die Architektur.
Frage: Warum gerade Architektur?
Michael Fleckenstein:
Viele heutige Gebäude erscheinen mir zu öde und gleichförmig – oft nur monotone Würfel mit Fenstern, die wie Schießscharten wirken. Ich suchte nach einer Möglichkeit, Architektur und Malerei zu verbinden, um Formen und Emotionen neu zu denken. So entstand mein aktuelles Thema: die Verbindung von moderner Architektur und abstrakter Malerei.
Frage: Welche Rolle spielen neue Technologien dabei?
Michael Fleckenstein:
Neue Materialien, 3D-Technik und künstliche Intelligenz eröffnen faszinierende Möglichkeiten. Sie werden auch in der Architektur immer wichtiger und bieten Künstlerinnen und Künstlern ein großes Feld an Inspiration. Ich sehe darin eine spannende Zukunft – und eine unerschöpfliche Quelle neuer Ideen.

Ein kleiner Einblick in die Werke von Michael Fleckenstein
Bilder aus seinem aktuellen Schaffenszyklus.
Weitere Künstler entdecken (Archiv)
Nächster Monat: Eine neue Position – eine neue Perspektive.
Bleiben Sie neugierig auf die verborgenen Horizonte in der Kunst.




