Natascha Lankes
Künstlerin zwischen Mythos & Materie
Natascha Lankes lebt und arbeitet in Niederbayern. Ihre künstlerische Praxis vereint Schmuckgestaltung, experimentelle Malerei und symbolisch aufgeladene Zeichnungen. Ihre Werke erzählen von Transformation, Intuition und einer tiefen Verbindung zur materiellen und spirituellen Welt.

Künstlerisches Statement
„Ich arbeite prozessorientiert – das bedeutet: Ich lasse los. Farbe, Form, Struktur – alles darf sich entwickeln. Ich greife ein, lenke leicht, aber ich höre zu. Meine Kunst entsteht aus dem Moment. Es ist ein Dialog mit dem Material, mit mir selbst, mit dem Raum dazwischen.“
Mutter Natur ist die beste Künstlerin
I mean, just look at these filigree structures!
Natascha Lankes

Natascha Lankes ist eine bildende Künstlerin aus Niederbayern. Ihr künstlerisches Schaffen bewegt sich zwischen Malerei, Objektkunst und materialbetonten Arbeiten, wobei sie unterschiedliche Techniken und Materialien bewusst miteinander in Beziehung setzt. Ihre Werke entstehen aus einem intensiven, oft prozesshaften Dialog mit Farbe, Struktur und Oberfläche. Dabei entwickelt sie eine Bildsprache, die zugleich ruhig und kraftvoll ist – zurückhaltend im Ausdruck und dennoch von innerer Präsenz getragen.
Im Zentrum ihrer Arbeit stehen innere Landschaften, Übergänge und jene Zwischenräume, in denen Wahrnehmung und Empfindung aufeinandertreffen. Das Unsichtbare hinter dem Offensichtlichen bildet einen wiederkehrenden Ausgangspunkt ihres künstlerischen Denkens. Kunst versteht sie dabei nicht als Abbild einer äußeren Realität, sondern als offenen Erfahrungsraum. Ihre Arbeiten laden dazu ein, sich auf Prozesse des Sehens einzulassen, innezuhalten und eine persönliche, oft stille Resonanz zuzulassen.
Die Werke von Natascha Lankes öffnen Räume der Konzentration und der inneren Bewegung. Sie verzichten auf das Laute oder Eindeutige und entfalten ihre Wirkung vielmehr durch Atmosphäre, Tiefe und bewusste Reduktion. Im Fragmentarischen, im Unausgesprochenen und im offenen Horizont entsteht eine Spannung, die den Betrachtenden nicht führt, sondern begleitet – und Raum lässt für eigene Deutungen und Empfindungen.

„Unverhofft“
Im Gespräch mit Natascha Lankes
Ein kuratorisch entwickeltes Gespräch, das die Haltung und Themen der Künstlerin widerspiegelt.
Deine Arbeiten wirken still, zugleich sehr präsent. Wie beginnt für dich ein künstlerischer Prozess?
Oft beginnt er nicht mit einer konkreten Idee, sondern mit einem Gefühl oder einer inneren Bewegung. Farbe, Material oder Oberfläche geben dann die Richtung vor. Ich lasse dem Prozess Raum und versuche, nicht zu früh festzulegen, was entstehen soll. Vieles entwickelt sich im Tun.
Du arbeitest mit unterschiedlichen Medien – Malerei, Objektkunst, materialbetonte Arbeiten. Was verbindet diese Ausdrucksformen für dich?
Es ist das Interesse am Material selbst. Jedes Material bringt eine eigene Sprache mit, eine eigene Grenze und zugleich neue Möglichkeiten. Mich reizt der Dialog zwischen Kontrolle und Loslassen – egal ob auf der Leinwand oder im Objekt.
Ein zentrales Thema deiner Arbeit scheint das Unsichtbare zu sein. Was bedeutet das für dich?
Mich interessieren die Zwischenräume: das, was nicht sofort greifbar ist. Emotionen, Erinnerungen, innere Landschaften. Kunst kann dafür einen Raum öffnen, ohne alles erklären zu müssen. Nicht alles muss benannt werden – manches darf einfach wirken.
Deine Werke fordern keine schnelle Antwort. Ist Langsamkeit ein bewusster Teil deiner Arbeit?
Ja, sehr. Ich glaube, dass Stille und Zeit wichtige Voraussetzungen für Wahrnehmung sind. Meine Arbeiten wollen nicht überwältigen, sondern begleiten. Wer sich darauf einlässt, entdeckt vielleicht etwas Eigenes darin.
Welche Rolle spielt die Natur in deinem künstlerischen Denken?
Eine große. Nicht im Sinne von Abbild, sondern als Erfahrung: Veränderung, Vergänglichkeit, Rhythmus. Natur zeigt, dass alles im Wandel ist – das spiegelt sich auch in meinen Arbeiten wider.
Was wünschst du dir für die Begegnung der Betrachter:innen mit deinen Werken?
Offenheit. Und dass sie sich Zeit nehmen. Wenn jemand einen Moment innehält und etwas Persönliches empfindet, hat das Werk seinen Raum gefunden.




