Newcomer des Monats
Dezember 2025
Caroline Jung
Mosaikkunst voller Farbe, Struktur Fantasie
Eine Homage an die Kunst der Fragmente
Caroline Jung beeindruckt durch eine künstlerische Sprache, die gleichermaßen intuitiv wie präzise wirkt. Ihre Mosaike bestehen aus hunderten sorgfältig gesetzten Fragmenten, die sich zu erzählerischen Farbwelten verbinden. Die Künstlerin versteht es, traditionelle Handwerkskunst in moderne Bildsprache zu überführen. Ihre Werke erinnern an mediterrane Leichtigkeit, fangen aber zugleich eine zeitlose Ruhe ein.
Auf besondere Weise verbindet Caroline Spontaneität mit technischer Genauigkeit. Ihre Werke strahlen Wärme, Tiefe und eine fast meditative Energie aus. Als Newcomerin des Monats zeigt sie eine beeindruckende Bandbreite – von kleinen, fein gearbeiteten Details bis zu großflächigen Installationen.
Vita
Geburtsort: Pfaffenhofen a.d.Ilm
Künstlerische Entwicklung seit: 1998
Schwerpunkte: Mosaikkunst, farbkompositorische Strukturarbeiten, Innen- & Außenraumprojekte
Künstlerischer Werdegang:
Schon früh entwickelte Caroline Jung eine besondere Sensibilität für Formen, Farben und handwerkliche Prozesse. Bereits als Jugendliche besuchte sie Zeichen- und Malgruppen, bevor sie sich intensiver dem Studium klassischer Kunsttechniken widmete. Sie erhielt Unterricht in Stillleben- und Aktzeichnen, beschäftigte sich mit Porträtstudien und erlernte im Rahmen verschiedener Kurse sowohl traditionelle als auch experimentelle Kunstformen.
Besondere Stationen ihres Weges waren das chinesische Tuschezeichnen, die Seidenmalerei sowie die Arbeit mit Textilien, insbesondere im Patchworkbereich. Diese Vielfalt an Erfahrungen prägte ihr Gespür für Komposition und Struktur nachhaltig. Eine weitere wichtige Etappe war das Töpfern, bei dem sie den Dialog zwischen Form, Material und Oberfläche intensiv erlebte.
Prägende Inspiration:
Während Aufenthalten im Familienhaus in Spanien entdeckte Caroline die Werke von Antoni Gaudí. Seine organische Formensprache, der Einsatz von Farbe und Licht sowie die spielerische Art, mit Fragmenten zu arbeiten, hinterließen einen tiefen Eindruck. Aus dieser Begegnung entstand eine Leidenschaft, die ihren künstlerischen Fokus dauerhaft prägte: die Mosaikkunst.
Entwicklung als Mosaikkünstlerin:
Seit 1998 widmet sich Caroline Jung mit stetig wachsendem Anspruch der Mosaikkunst. Es folgten zahlreiche freie Projekte, Auftragsarbeiten und eigenständige Installationen. Ihre Werke reichen von filigranen, kleinteiligen Kompositionen bis hin zu großformatigen Gestaltungen im Innen- und Außenbereich. Die Verbindung aus Emotionalität, handwerklichem Können und präzise gesetzten Fragmenten macht ihren Stil unverwechselbar.
Weitergabe der Kunst:
Seit 2006 engagiert sie sich zudem stark in der künstlerischen Vermittlung. In Workshops, Gruppenarbeiten und Schulprojekten zeigt sie Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die meditative Kraft der Mosaikarbeit. Dabei geht es ihr nicht nur um Technik, sondern auch um das Erleben von Ruhe, Konzentration und kreativer Entfaltung. Viele Teilnehmende berichten von der inspirierenden Atmosphäre und der wohltuenden Wirkung ihrer Kurse.
Heute:
Ihre Arbeiten sind in zahlreichen Gärten, Häusern und privaten wie öffentlichen Räumen zu finden. Caroline Jung verfolgt weiterhin ihren Weg zwischen handwerklicher Tradition und persönlichem Ausdruck – immer offen für neue Materialien, neue Formen und neue Geschichten, die sich in Stein, Glas und Farbe erzählen lassen.
Künstlerische Timeline
- 1998 – Erste intensive Arbeiten mit Mosaik, Beginn der autodidaktischen Entwicklung.
- 2000–2005 – Vertiefung klassischer Techniken: Tusche, Zeichnung, textile Kunst.
- 2006 – Beginn der Lehrtätigkeit: Workshops, Schulprojekte, Gruppenarbeiten.
- 2010 – Erste großformatige Garten-Installationen.
- 2015 – Erweiterung der Arbeiten auf Innenraumgestaltung.
- 2020–heute – Kontinuierliche Weiterentwicklung, neue Materialkombinationen, freie Projekte.
Zitat der Künstlerin
"Ein Mosaik ist wie ein Leben: Es besteht aus vielen Fragmenten – und erst im Ganzen erkennt man seine wahre Schönheit."
Wichtige Stationen
- Breites künstlerisches Fundament aus Zeichnung, Malerei, Töpferei und Textilem.
- Starker Einfluss durch Antoni Gaudí und die mediterrane Formensprache.
- Mehr als zwei Jahrzehnte künstlerische Auseinandersetzung mit Mosaiken.
- Zahlreiche freie und angewandte Projekte im Innen- und Außenbereich.
- Langjährige Erfahrung in der Vermittlung von Kunst an Gruppen und Schulen.
Interview
Was bedeutet Ihnen Mosaikkunst?
"Mosaik bedeutet für mich, aus Einzelteilen etwas Ganzes zu schaffen – ähnlich wie im Leben. Jedes Stück trägt etwas bei, jedes Fragment hat Bedeutung. Diese Kunstform zwingt einen dazu, geduldig zu sein und zugleich intuitiv zu handeln. Jedes Werk ist ein Prozess des Zusammenfügens, des Findens, des Neuordnens."
Wie sind Sie zur Mosaikkunst gekommen?
"Gaudís Werke haben mich tief berührt. In unserem Familienhaus in Spanien war ich von seinen Formen, Farben und Strukturen umgeben. Irgendwann begann ich, selbst mit kleinen Stücken zu experimentieren – und plötzlich wusste ich: Das ist meins. Seitdem begleitet mich diese Kunst wie ein roter Faden. Sie hat mein Leben verändert und meinen künstlerischen Weg geprägt."
Was inspiriert Sie?
"Farben in der Natur, Muster, Lichtspiele, Schatten und vor allem die kleinen Momente, die man oft übersieht. Inspiration ist überall: in einem Spaziergang, in der Ruhe eines Gartens, in Gesprächen mit Menschen oder in Reisen. Besonders faszinierend finde ich Strukturen, die erst auf den zweiten Blick sichtbar werden – genau wie bei meinen Mosaiken."
Gibt es ein Werk, das Ihnen besonders am Herzen liegt?
"Ja, ein großes Wandmosaik, das ich vor einigen Jahren gestaltet habe. Es war ein emotionales Projekt, entstanden während einer intensiven Lebensphase. Viele sehen darin nur ein abstraktes Muster – für mich erzählt es jedoch eine Geschichte von Neubeginn, von Zerbrochenem, das wieder zu etwas Stärkeren zusammenwächst."
Wie gehen Sie an ein neues Projekt heran?
"Oft beginne ich ohne feste Vorstellung. Ich lasse Farben und Formen sprechen. Manchmal entstehen ganze Bildwelten aus einem einzelnen Stein. Ich lege Probestücke, verschiebe sie, verwerfe wieder alles. Mosaikkunst ist ein Dialog zwischen Material und Emotion. Es braucht Geduld – und die Bereitschaft, sich vom Prozess überraschen zu lassen."
Ihr persönliches Markenzeichen?
"Harmonie durch Vielfalt. Und immer ein Detail, das erst beim zweiten Hinsehen auffällt. Viele meiner Werke haben kleine symbolische Elemente – ein Farbtupfer, ein ungewöhnlich geformtes Stück oder eine bewusst gesetzte Asymmetrie, die dem Gesamtbild Spannung gibt. Ich liebe es, wenn Menschen beim Betrachten immer wieder Neues entdecken."















Vielen lieben Dank für das Porträt und ihren toller Schreibstil, der mich und meine Arbeiten ais einer anderen Perspektive sehen lässt. Unglaublich Feinfühlig. Liebe Grüsse an Sie u. Eine schöne Adventszeit – Caroline
Liebe Caroline, herzlichen Glückwunsch zu dieser treffenden Darstellung deines künstlerischen Lebenslaufes. Ich möchte noch hinzufügen dass du eine ausserordentlich lebensfrohe, von Ideen sprudelnde Frau bist.